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Geschichten aus der Gruft: EvilDragon plaudert über die Produktion

Verfasst von Gurumeditation am: 27.05.2010, 21:39 Uhr

EvilDragon postete heute ein paar interessante Details über den aktuell laufenden Zusammenbau der Pandora in England.

Unter anderem verliert er einige Worte über die Qualitätsprüfung und gibt zudem noch einige Tips die man bei unserem geliebten Handheld beachten sollte. Wer den gesamten Text lesen möchte, klickt einfach auf „weiterlesen“.

Wow, eine Menge Arbeit! Aber soweit klappt alles. Und wir haben schon richtig viel positive Resonanz bekommen, was uns natürlich extrem aufmuntert :)

Ich helfe hier nun seit 2,5 Tagen beim Zusammenbau, und wir handhaben das soweit ganz gut.
Die Zusammenbau-Geschwindigkeit wird schneller, wir machen kaum noch Fehler (die wir dann wieder beheben müssen) und mithilfe der ersten Rückmeldungen optimieren wir den Prozess immer mehr.
Mindestens 60 Geräte sollten nun bereits bei den Kunden sein, und nur einige wenige hatten Probleme.
Eine nicht-ladende Batterie, ein defektes Netzteil (beides kann leider vorkommen), ein nicht funktionierendes WiFi und eine defekte Hintergrundbeleuchtung.

Für die allerersten Geräte ist das eine sehr gute Quote – nur zwei defekte.

Nachdem einige gefragt haben, wie wir denn die Qualität überprüfen – zunächst so:

1. Die Boards inklusive der Hardware wurden in Texas nach der Bestückung getestet.
2. Nachdem wir sie zusammengebaut haben, testen wir die Steuerungen und LCDs mit einem speziellen Tool.
3. Danach kommt die Firmware drauf – und fertig waren die Geräte.

Basierend auf dem Feedback, das wir bekommen haben und der einen defekten WiFi-Einheit, haben wir das noch ein wenig erweitert:
Bevor die Firmware installiert wird, wird noch ein kleiner WiFi-Test gemacht: Jedes Gerät baut eine Verbindung auf und lädt eine Datei runter.

Und nachdem ein anderer User das Problem hatte, dass sein Gerät während des ersten Boots (der länger dauert, da dieser das System konfiguriert) aufgrund einer leeren Batterie ausgegangen ist und er sich danach nicht einloggen konnte, machen wir diesen auch schon hier beim Zusammenbau.

Wir machen diesen komplett mit Akku – sollte also eine defekte Batterie dabei sein, erkennen wir diese mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls.

Hier also unser momentaner Ablauf:

1. Die Boards und Hardware werden in Texas nach dem Zusammenbau getestet.
2. Während wir zusammenbauen, testen wir die Steuerung und die LCD.
3. Nach dem Zusammenbau testen wir WiFi und eine weitere Person kontrolliert nochmals die Steuerung.
4. Wir installieren die Firmware und lassen den ersten Boot direkt vom Akku laufen.
5. Danach ist das Gerät bereit zum Versand.

Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass ein defektes Gerät bei Euch ankommt.
Und wenn wirklich eines durch unsere Hände rutscht (kann immer passieren, es sind ja auch viele empfindliche Teile drin, die bei Erschütterung ausfallen – und wir können auch nicht jeden Akku für sechs Stunden testen), dann wird es natürlich gleich ausgetauscht – soviel ist sicher.

Es gab noch ein paar weitere Fragen bezüglich der Firmware, hier sind einige Tips für Neulinge:

1. Im Moment ist WiFi bei jedem Boot an. Das frisst Akku – vor allen Dingen, wenn die Pandora keine Netzwerkverbindung hat und immer und immer wieder nach Netzwerken sucht. Wer also nicht immer Netzwerk benötigt, sollte WiFi beim Starten deaktivieren. Das ist einfach: Im Settings / Startup – Menu kann das gemacht werden. Und im System-Menu kann WiFi dann jederzeit manuell aktiviert werden, wenn es benötigt wird.

2. Der Network Manager hat ein Problem: Verliert er die Verbindung, kann er sich nicht neu verbinden. Das scheint auch der Fall bei normalen Linux-PCs zu sein, die diesen nutzen. Wir versuchen das natürlich zu beheben – aber wer im Moment die Verbindung verliert, muss neu booten. Das sollte aber nur dann passieren, wenn das WiFi-Signal nicht besonders gut ist – denn wir haben 48-Stunden-Verbindungstests schon ohne Probleme hinter uns gebracht.

3. Die Nubs brauche ein paar Sekunden, um sich zu Kalibrieren. Passiert normalerweise automatisch während man sie verwendet, aber um das zu beschleunigen und sicherzustellen, dass sie sauber laufen, sollte man sie langsam in jede Richtung (Oben, Unten, Links, Rechts) bewegen und für 1 – 2 Sekunden da halten. Danach jeweils kurz in die Mitte zurück, bevor sie in die nächste Richtung geschoben werden.

4. Während dem Bootvorgang geht das Display plötzlich aus? Keine Panik – das ist kein Hardwareproblem, sondern ein Bug, der aus einem Feature entstanden ist :)
Beim Herunterfahren speichert das Gerät die Helligkeit der LCD. Wenn man das Gerät herunterfährt und gleich den Deckel zuklappt, schaltet sich das Display aus – und der Helligkeitswert geht auf 0.
Dieser wird gespeichert und beim nächsten Boot wiederhergestellt – das Display geht also aus.
Kein Problem: Einfach fertig hochfahren lassen und mit den Helligkeitsreglern der Tastatur die Helligkeit wiederherstellen. Fertig :) Das wird natürlich auch gleich für die nächste OS-Version gefixt.

5. Hat zwar nichts mit der Firmware zu tun: Aber stellt sicher, dass Ihr das Gerät vor Gebrauch aufladet.

Das wärs soweit. Bisher haben wir viel positive Resonanz bekommen, was wirklich gut it.
Lustigerweise haben sich einige User die Pandora schlecht gemacht – obwohl sie noch nicht mal eine haben (wir wissen schließlich, wo wir die Geräte hinschicken).
Ich weiß zwar nicht, warum sie das tun, aber wir sind sicher: Je mehr Pandoras in der Wildnis unterwegs sind, umso mehr positive Meldungen werden auftauchen.

Okay, zurück zur Arbeit, damit noch mehr Pandoras ihren Weg nach Hause finden.

Quelle: OpenPandora.de

Gurumeditation ist bei Pandora-Blog als Chefredakteur tätig und kümmert sich beständig um die Aktualität der News. Er ist für alle Fragen und Anregungen offen und versucht zu helfen wo es nur geht.

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