andere Uhren
Mit der Zeit tue ich mich besonders schwer. Manchmal erinnere ich mich an neulich, wo meine erste große Liebe mir die Kindergartentasche abnahm, damit ich mich gleich in dem Bandengetümmel beweisen konnte, anstatt erst noch meine Tasche aufhängen zu müssen. Ja weit über 30 Jahre ist es her und ich hatte schon im Kindergarten Probleme mit der Pünktlichkeit. Zeitsprünge beherrsche ich als ob ich bereits mit ersten Demenz-Erscheinungen zu kämpfen hätte: Und erinnere mich nun auch gerade an damals, als ich den Pandora bestellt hatte. Oh! Ist ja erst ein gutes Jahr her – oder mehr…?
Ach das waren noch Zeiten, als ich im laufe dieses Jahres die Vorfreude und Ungeduld wieder entdeckte, die ich nach einigen falschen Weihnachtsgeschenken einmal verloren hatte.
Die Zeit, für mich nicht zu greifen. Sie ergibt sich aus der Bewegung. Nur aus dem blinken des Cursors? Besser man schaut auf einen einfachen Orientierungspunkt: Sonnenauf- und untergang.
Es gibt jedoch noch wesentlich bessere Möglichkeiten: Der Stand des Mondes. Wie lange zeigt sich die Sonne über unsere Horizontlinie. Wer die Bewegung unserer Planeten versteht, der versteht auch die verschiedenen Kalendersysteme.
Unseres bindet sich größtenteils an die Sonne. Abgesehen vom Osterfest, hier darf noch der Mond mitbestimmen. Der Sonnenkalender hat sich jedoch durchgesetzt, selbst seit etwa 1912 auch in China.
Trotzdem wechselt dort das traditionelle Jahr, blickt man auf unserem Kalender scheinbar unregelmäßig. Blickt man jedoch auf den Mondzyklus entdeckt man das Jahr wechselt dort zwischen dem 20. Januar und 21. Februar zu jedem Neumond. So fällt es dieses mal das Chinesische Neujahrsfest mit unserem Valentinstag zusammen auf unseren 14. Februar 2010.
Dann im traditionellen Neujahrs-/Frühlingsfestes verabschiedet man sich dort vom Jahr des Erd-Büffels um das Jahr des Metall-Tigers zu begrüßen, das nach unserem Kalender am 02. Februar 2011 enden wird.
Während in den Vereinigten Staaten es eine gute Sitte scheint, das man sich zu Thanksgiving den Kochkünsten seiner Mutter ausliefert oder aber gegebenenfalls des Vaters. Mancher führt auch voller stolz seine eigenen oder angeheirateten Kochkünste seiner Familie und den besten Freunden vor.
Es ist also eine Art Familien- und Clanfest, welches sich schon seit längeren um einen gefüllten und natürlich gebratenen Truthahn zu drehen scheint. Zu diesem nun der Staat seinen Bürgern ein freien Tag gewährt. Dieses Jahr fällt der Feiertag auf den 25. November - es ist seit 1941 nun einheitlich der 4. Donnerstag im Monat. Der Folgetag wird gerne als Brückentag genutzt, aber auch um die Weihnachtsartikel in den Verkauf zu bringen.
Auch in China gibt der Staat für sein Familien- und Clanfest seinen Bürgern frei und da dieser Feiertag sich noch immer traditionell nach dem Mond richtet und nicht geplant immer strategisch günstig vor einem Wochenende des modernen Kalenders liegt, so gewährt dieser Staat auch gleich drei Tage.
Zudem sparen sich aber viele Chinesen ihren ganzen Jahresurlaub auf, um bis zum Laternenfest das 15 Tage später folgt, möglichst mit ihren Familien, Verwandten oder Freunden verbringen zu können, welche man sonst das ganze Jahr vielleicht nicht sieht.
Diese Heimkehrwelle in dieser bevölkerungsstarken Kultur löst die jährlich größte Völkerwanderung aus. Keine andere Feier - weltweit - lähmt ein Land dermaßen wie das China erlebt, mit seinen Neujahrsfeierlichkeiten!
Daher von vielen natürlich diese Panik, das die gewohnten zwei Monate™ mit 15 zusätzlichen Tagen oder mehr belastet werden könnten. Doch wie aus EDs Twitter Einträgen zu entnehmen ist, ist das Paket mit den neusten Mustern des Gehäuses bereits unterwegs nach Kanada: „Date: 03/02/2010 Local Time: 20:40 Description: ORIGIN SCAN“ – und obwohl es hier noch ein wenig hin ist, bis zum 03.02.2010, 20:40 Uhr sind die Gehäuse schon eine ganze Zeit lang unterwegs.
Verwirrend das mit der Zeit nicht? Für mich eine Prima neue Ausrede, wenn ich mal wieder zu spät kommen sollte: Jeder hat halt doch seine ganz eigene Zeit!
