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Gedanken an die Verbliebenen von Florian Hufsky

Verfasst von Mae am: 19.12.2009, 02:06 Uhr

Im Entwicklerblog ist seit gestern Abend zu lesen: „Dieses Video möchte ich no_skill (aka oneup) widmen“.

Doch wer ist das? Da ich ihn nicht zu seiner Lebzeit kennen gelernt habe, konnte ich jetzt nur noch durch die vielen Kondolenz- und Nachruf-Seiten versuchen zu erahnen was er für ein Mensch war.

„Das Licht, das doppelt so hell brennt,
brennt eben nur halb so lang“

Und das ist mitunter schwierig. Als meine erste (Ex-)Freundin verstarb, musste ich auf der Trauerfeier anhören, dass ich also ein Verhältnis mit einer Heiligen hatte - kein Wunder, dass die Beziehung nicht gehalten hatte - mh?

Er war jedoch anscheinend kein Heiliger, er sei wohl ein Streetart-Pirat, do-it-yourself Punk, Hacker und der Supernerd gewesen heißt es.

Eben ein talentierter und netter Kerl, übersprudelnde Quelle der Inspiration für Viele, ein Pixelkünstler, dynamischer Innovator, ein Indiespiel-Entwickler, ein stets freundlicher Kollege  und er war Mitglied vieler Communities, …

Du warst ein so unglaublich kreativer Kopf voller Innovationen und Du hast damit Inspiration in einem Ausmass erzeugt wie es Dir selbst wohl bei Weitem nicht bewusst war, Dein Genie haette noch Bahnbrechendes hervorgebracht. Sosehr haett ich Dir gewuenscht dass Du als alter Mann zur Ruhe kommst und auf ein volles Leben zurueckblicken kannst. Deinen Kopf hast Du fuer Dich aber immer durchgesetzt. Nun hast Du endlich Ruhe vor Deinen Ideen, wie Du es Dir mal gewuenscht hast. Alles Gute Flo, Du fehlst uns :-(
So in einem Auszug aus einem der online-Kondolenzbüchern.

Florian Hufsky (13.11.1986 – 16.12.2009) war Gründer der Piratenpartei Österreichs, daher dort auch ein Nachruf.  Er studierte in Wien an der Universität für angewandte Kunst. Er engagierte sich in einer Vielzahl von digitalen Projekten, insbesondere dem Hackerspace Metalab, dem Zentrum für technologisch-kreative Projekte.

Viele schreiben inzwischen über ihn, auch wenn sie ihn nicht gekannt haben. Weil er eben sehr aktiv war, und viele sich nicht vorstellen können, das er sich das Leben genommen haben soll.

Auch bei Gulli trauert man. Auf Soup.io findet man dort wie schon erwähnt ein Kondolenzbuch, in dem wirklich interessante Dinge über Flo zu lesen sind. Eine weitere Erinnerung findet man dort auf FM4ORF.

Nicht jedoch konnte ich meine Neugierde stillen, was Flo aus seinen noch jungen Leben geschmissen hat. Es heißt nur es sei ein eigener Schritt von ihm gewesen. Ein Schritt der Unvorsichtigkeit? Ein Schritt der Neugier oder gar Verzweiflung?

Schwer zu verstehen, wenn ein junger aktiver Mensch mit künstlerisch und politischem Interesse, der sich zudem getraut hat so viele Dinge zu bewegen auf einmal Angst vor dem Leben bekommen haben soll.

Möglich das es darauf keine Antwort gibt und wenn… - ich weiß nicht ob ich sie verstehen wollte.

Ich wusste übrigens das meine Freundin sterbenskrank war und ihre Lebenserwartung viel geringer einzuschätzen war, als meine eigene. Daher hatte ich damals nicht den Mut gehabt, die Zeit die mir mit ihr hätte verbleiben können voll auszunutzen. Eine echt Feige Fehlentscheidung - oder?
Die Wahrheit ist, ich weiß es nicht! Denn es gibt keine Garantie für gute Zeiten. Doch ich habe es geschafft wenn nicht mein Frieden, so zumindeste ein Arrangement zu finden mit dieser Frage zu leben.

Es bleiben viel Fragen zurück, wenn uns die Menschen verlassen, die man liebt oder schätzt – und nur wenige finden je eine Antwort. So geht es gewiss auch den vielen Angehörigen und Freunden von Flo.

Mögt ihr euren Frieden zu Lebzeiten machen, und Florian (aka OneUp) in euren Herzen weiterleben lassen, auf das er so zu seinem Extraleben kommt.

Ob ich ein Retro-Fan bin? Man - ich bin selbst ein Oldie!

3 Kommentare zu “Gedanken an die Verbliebenen von Florian Hufsky”

  1. Danke für diese lieben Worte.

  2. OHsterhase sagt:

    RIP from the toilet

  3. phas0r sagt:

    Danke für den Artikel. So ist eine interessante Person nicht einfach an mir vorbeigezogen.

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