330 – Tot oder Lebendig? Die letzte Chance!!!
Manch Pandora-Fan mag stöhnen: 330 US-Dollar, das ist nicht gerade wenig. Da hätte man genau so gut auch noch die 3 Dollar aufschlagen können, doch dann hätte gleich jeder gewusst: Dieser Preis kommt halbwegs aus der Hölle…
Beim heutigen Dollarkurs währen das weniger als 228 Euro. Doch mit 19% MwSt oder Einfuhrumsatzsteuer sind wir schon etwa bei 271 €. So oder so liegt es auf jeden Fall über dem Zollfreibetrag von 150 €, kommt also noch mehr dazu. Auch die GEMA möchte gewiss noch etwas einstreichen.
Man kann also von Glück reden, wenn der Pandora noch in Zukunft für 300 Euro zu haben sein sollte.
Sowohl die Ungeduld der Leute, als auch der neue Preis der Pandora drängt regelrecht dazu den Pandora auch als günstigeren Bausatz anzubieten.
Früher ging es allemal. Einige unter den älteren von uns, wie ich, können sich vielleicht an den ZX81 Bausatz erinnern, bei dem man gleich 100 DM sparen konnte, wenn man sein Gerät selbst zusammengesteckt hat.
Heute dagegen wird es schwer, bei einem Bausatz einen solchen Preisvorteil herauszuholen und manch einer lässt selbst die Grafikkarte lieber von einem Fachmann einsetzen, als sich selber etwas beweisen zu wollen.
Manch anderer dagegen, der die Bilder oder das Video vom Zusammenbau der Pandora ansieht, dem juckt es dann jedoch regelrecht in den Fingern. Würde fast nur noch das YPS-Heft drumherum fehlen…
Ja! Ja! Ja! Ein junger Drache, der das alte karierte Känguru ablöst erklärt auf dem Beiblatt, wie man sein Pandora in Betrieb nimmt. Die restliche Anleitung erfolgt umweltfreundlich, günstig und eben zeitgemäß auf dem Bildschirm.
Es sei denn ED dreht zusammen mit dem Ehapa-Verlag durch, dann gibt es endlich mal wieder eine Sonderausgabe mit Känguru und Drachen und dem teuersten YPS-Heft aller Zeiten.
Reichen neben der Bastelvorliebe einzelner Leute die Gründe für einen Bausatz wirklich aus?
Für Bausätze müsste die Logistik anders abgestimmt werden, damit es wirklich günstiger werden könnte. Zudem fehlen auch noch andere Argumente: Es gib bisher nur einen Satz von Standardkomponenten!
Da sind derzeit noch keine sprachspezifischen Tasten-Matten, oder gar On-Demand-Wunschbeschriftungen, die angeboten werden.
Auch beim Gehäuse liegen schon lange exklusive Wünsche vor. Ob nun mein linkshänderfreundlicher Stylus-Einschubschacht, den ich mir wünsche – oder die Vollgummiversiegelung für den wahren Outdoor-Einsatz – oder das Schmuckkästchen auch in Pink, hauptsache mit Strass besetzt – oder das gebürstete Alu-Case auf Wunsch auch mit echten Steinen besetzt…
Bei solchen Extras könnte man doch gar nicht anders, als den Pandora nun auch als Bastelset anzubieten, damit der Juwelier sein Angebot vergrößern kann. Nichts für Leute, die sich schon über Apothekerpreise aufregen – versteht sich!
Doch noch ist es eben nicht so weit.
Es ist leicht verrückte Ideen zu haben. Schwer dagegen wird es bei einer Idee zu bleiben. Für mich ist es schon schwer meine Ideen überhaupt zu Artikulieren. Andere trauen sich sogar ihre Ideen zum Leben zu Erwecken… *gänsehaut*
Nun, da ist es schön, wenn man schon möglichst früh – möglichst viel Unterstützung findet.
Bei der Pandora-Vorbestellung hat sich für mich nun auch gezeigt, dass man etwas dafür bekommt. Noch ist es nur ein Versprechen und so manch einer mochte oder konnte darauf leider nicht bauen.
Doch ohne Risiko kein Gewinn! Und ich seh‘ mein Geld immer noch gut investiert, auch wenn es immer wieder mal kleine Rückschläge gab.
Rückschläge?
Naja, … – wie man es sieht: Eigentlich geht es kontinuierlich voran. Ein wenig langsamer, als wir alle hofften. Es gab meist eine gute und eine schlechte Nachricht.
So weit ich mich zurück erinnern kann…
[Fußnote: Okay, kann ich eigentlich nicht, ich habe nachgelesen. Dazu sind ja eben Blogs da!]
…fing es im Juli 2008 an. Das mit der guten und der schlechten Nachricht. Der erste öffentliche registrierte Rückschlag!
Ich wusste bereits, das ich bei diesem Projekt einfach mit dabei sein würde, wenn auch nur bescheiden auf der Seite der Vorbesteller, die ein wenig früher zahlen, damit das Projekt zum Rollen gebracht werden kann. Da verkündete Craig in seinem Artikel „Mitten ins Schwarze.“, dass nun Bluetooth integriert werde und das ohne Aufpreis! Gleichzeitig musste er aber auch berichten, dass die groß gefeierten Nubs (Analog-Steuerpads) in ihrer angekündigten Version nicht erscheinen würden.
Die Reaktionen waren mitunter heftig und dürften gewiss mit dazu beigetragen haben, dass ein gewisser Druck auf die Informationspolitik aufgebaut wurde. Im August merkte man davon jedoch nicht viel. Michael fasste noch ein mal zusammen, was „Ein paar Updates im Juli“ alles für Veränderungen mit sich bringen:
Der AV-Anschluss, von dem einige erwartet haben, dieser könnte wie beim Dingoo über eine Klinkenbuchse angeboten werden, würde über den Expansionsport bereitgestellt. Dieser Port wird neben dem S-Video oder wahlweise Composite-Video Signal auch Audio Ein- und Ausgänge bieten. Inzwischen ist das optional erhältliche AV-Kabel nun im Shop gut dargestellt, und kann für derzeit 14 € vorbestellt werden.
Auch konnte er vom neuen Analog-Pad berichten. Dem ohne Stick-Click! Schade für die meisten, andere mögen tatsächlich aufgeatmet haben: Steuer und Feuer, das gehört nun mal nicht zusammen!
Also wenn es heißt, dass sich das Analogpad 2 mm in jede Richtung schieben lässt, stimmt das nur bedingt: Aus 2D-Sicht!
Michael bestätigte zudem noch einmal, dass der Pandora in der Funkkommunikation neben WiFi auch BT beherrschen werde. Zudem habe man in einem Test auch bereits schon Laufzeiten von achteinhalb Stunden erreicht, bei einem Prozessortakt von 500 MHz, voller Displayhelligkeit und unter aktivem Audioeinsatz.
Während sich bisherige Flashmop-Aktionen nur deswegen in die Länge gezogen haben, weil das Mc-Donals Personal nicht schnell genug war, könnten in Zukunft spontane aber lange LAN-Partys auch in der Öffentlichkeit auftreten. Wäre da nicht das Problem mit der zukünftigen Regierung: Die CDU/CSU ist ein Fürsprecher für Versammlungsverbote, ein Feind von unzensierter Vernetzung und auch von virtuellen Gefechten.
Im August 2008 wurde der Pandora noch weiter angeheizt. Dabei hatte man sich schon einmal nahe der Ziel-Linie gefühlt. Damals, als man feststellen musste, dass man auf den falschen Prozessor gesetzt hatte. Doch nun hatte man ja alles aufgeholt…
Und der eh schon schnelle Sega Igel Sonic huschte bei 200 FPS über den Bildschirm der OMAP3-Plattform. Neben Sega Mega Drive und Mega-CD drangen auch Videos von Atari Jaguar und Super Nintendo Entertainment System (SNES) über die YouTube-Streams an die Fans der Telespielklassiker.
Während mit Final Burn Alpha und Pico Drive wieder einmal mehr den Telespielfreunden eine weitere besondere Plattform für die Zukunft ihrer alten Schätze schmackhaft gemacht wurde, sorgten weitere Eindrücke von Egoshootern bis zum Textverarbeitungsprogramm dafür, dass einem neuen Klientel der Mund wässrig gemacht wurde.
Homebrew und der OpenSource Gedanke waren kaum noch wahrnehmbar.
Endlich die besondere Pausenbox mit der Orginal(kopie) von Tomb Raider: Lara Croft in a Box, dank des Playstation-Emulators. Andere freuen sich auf den tragbaren Amiga und wenigstens bekommt man dort unproblematisch diese Spiele.
Kein Wunder, dass der Server im Oktober bei den Vorbestellung zusammenbrach, obwohl der auf der GC-Leipzig vorgestellte Pandora-Prototyp noch recht klapprig wirkte.
Im November dann die Meldung „The Good, the Bad and the Ugly“:
256 MB RAM statt nur 128, 512 MB NAND Flashspeicher statt 256, lautete die gute Nachricht. Die schlechte: Verzögerung! Damals dachte man die LCD-Bildschirme wären das Problem. Zudem hatte man etwas bei PayPal im Kleingedruckten übersehen. Das MK2 Board war unterwegs, was einige schon mit dem finalen Board verwechselten und beim Gehäuse war noch viel zu wenig da, um sich schon wirklich ernsthaft Sorgen zu machen.
In den dann kommenden Monaten hat natürlich auch die Finanzkrise ordentlich für Ablenkung gesorgt.
Glücklicherweise hat sie das Projekt nicht platzen lassen können, obwohl das Konto von Craig eingefroren wurde. Nicht das diese wirklich zu frischem Geld geführt hätte…
Schlaflose Nächte und kaum einer wusste, wie man mit den Frust umgehen sollte. Die Informationspolitik wurde immer wieder in Frage gestellt. Doch vermutlich war die Übersicht selbst den Entwicklern abhanden gekommen.
Trotzdem ging es weiter, nicht zuletzt dank all jener die ein wenig der Leidenschaft der Entwickler zu teilen wussten.
Ständig kamen weitere Fortschritte, die wir feiern konnten, auch wenn sich dabei immer wieder abzeichnete, wie weit wir uns eben doch noch von der Ziellinie entfernt fanden.
Obwohl nun alles viel länger dauerte als vermutet, steht der Markt trotz Finanzkrise nicht still. Andere Innovationen sind erschienen, gerade auf der Computex, und der Pandora steht trotzdem noch in guter Position. Kein anderes Gerät ist so kompakt und leistungsstark, bringt so viel langanhaltende Leistung für einen fairen Preis.
Diejenigen, die sich früh entschieden und lange durchgehalten haben, freut es zu wissen, dass sie günstig investiert haben. Der Pandora wird in absehbarer Zeit nicht günstiger zu haben sein. Daran dürfte sich auch kaum etwas ändern, selbst wenn der Pandora im nächsten Jahr auf dem Markt wie eine Bombe einschlagen würde.
Dann bräuchte man erst recht eine gute gefüllte Kriegskasse. Sony ist dafür bekannt nicht gerade zimperlich mit anderen Geschäftsideen umzugehen, daran erinnern Geschichten wie Lik-Sang oder Bleem! Gerüchteweise stampft auch Microsoft gerne und gezielt jede mögliche Konkurrenz lieber frühzeitig in den Boden.
Da dürfte klar sein, dass man unter dem Radar der großen viel bequemer fliegt. Also kleine Stückzahlen, große Preise… – einfach den Ball flach halten.
Es geht also viel weniger um besondere Sammlerstücke, die noch zu haben sind, wenn Craig noch die letzten 100 Pandoras aus der ersten kommenden Produktion für 330 USD verticken wird, sondern wohl eher um Politik.


Interessanter Artikel, ich muss aber sagen das ihr einen Fehler gemacht habt:
Die Pandora hat nicht 512 statt 256mb ram bekommen, sondern 256mb ram statt 128mb, und der nand wurde von 256 auf 512mb erhöht ,
bei mir wird die Pandora nicht als Sammlerstück behandelt, sondern als Spielkonsole, und tragbarer Computer, sie wird natürlich gut behandelt, aber nicht in die vitrine gestellt, dafür soll sie aber robust sein um mindestens 20 jahre zu überleben.. (als ich bestellt hab hat die noch 250€ gekostet) mein Taschenrechner von ti ist ja auch schon 21 jahre (von 88) und funktionirt also mit dem omap haben die schon was gutes ausgesucht..
Ohhhwgh! Jetzt hab ich so auf die Rechtschreibung und sogar ein wenig auf die Grammatik geachtet und dann so etwas… tzzz!
Heut‘ morgen konnte man sogar noch das PAD um 2 cm verschieben – stimmt natürlich auch nicht: mm wäre richtig gewesen.
TI-Taschen Rechner, sind nicht die einzigen die so alt werden. Auch HP-Rechner sind nicht übel. Übel dagegen war das Teil von Olympia, und hier stimmte das leider auch mit dem China-Schrott. Das Dingen oder viel mehr Unding konnte nicht mal wirklich richtig Rechnen.
Sehr traurig!!!
So hoch sind doch die Anforderungen an einen Taschenrechner eigentlich nicht…
Eigentlich wollten die von Olympia sich mal bei mir melden um mir erzählen, wie es denn sein kann, das eine Gebrauchsanweisung bei liegt, die nur Quatsch erzählt, und wenn man dann herausfindet, das die Prozent Rechnung nicht so funktioniert, wie in der Anleitung beschrieben sondern so wie eigentlich bei den meisten Taschenrechner. Dann aber ganz in die Hose geht, wenn man dann noch einmal einen weiteren Rabatt abziehen darf.
Das Ding hab ich natürlich nicht beim Händler zurück gegeben, sondern zeige es jedem gerne als ganz schlechtes Beispiel.
Aber früher war sowieso alles einfacher und stabiler und hat viel länger gehalten, das man teilweise wirklich Dinge aus dem Haushalt entsorgt wurden, die noch gut waren, nur weil man dachte, etwas anderes wäre besser.
Nun ja zumindest erst mal ein wenig sparsamer hier und da.
Leider hält das neue nicht so gut.
Um so schöner wäre natürlich zu wünschen, wenn mit dem Pandora nicht nur die alten Telespiele noch einmal aufleben, sondern auch noch mal dieses gewisse Qualitätsbewußtsein.
Das mit dem „Made in USA statt China-Müll“ verstehe ich allerdings überhaupt nicht. Soll das etwa heißen das Gehäuse wird nicht so toll, weil es wird ja in China gefertigt – oder etwa nicht?!?
Ich denke aber die Zeiten wo aus China nur Schrott kam ist lange vorbei! Auch dort kann man inzwischen gute Qualität bekommen, genauso wie man so wie so schon lange über all Schrott unter geschoben bekommen kann.
Dieser Marketing Spruch war von Craig mal wieder ein wenig fehl am Platz – vor allem eben gerade, weil das Gehäuse doch wie gesagt aus China kommt.
Das TI mit dem OMAP was feines gezaubert hat, zusammen mit den ARM-Komponenten ist allerdings gewiss umunstritten.
Obwohl NVidia ja nun auch einige interessante Sachen auf der Computex vorgeführt hat. Doch wo bleiben die nur…
Da ist es seit die Computex vorbei ist auch wieder so richtig still geworden!
Ein wenig gespannt, bin ich schon wenn NVidia neben seinem ION-Chipsatz, der dem Intel-ATOM so richtig Beine machen konnte, dann mit seinem Tegra wirklich auf den Markt kommt mit seiner neuen ARMee der Energiesparsamen Grafik-Künstler.
Noch hab ich von keinen Shop gehört, der irgend so ein MID oder was auch immer anbietet.
Das würde ja auch Intel noch weniger passen.
Sag ich doch: wenn mein Exemplar der Pandora nur Halb so lange hält wie mein Taschenrechner (oder eher gesagt der von meinem Papa) dann bin ich schon mehr als zufrieden
Natürlich kann man nicht davon ausgehen das so was komplexes wie die Pandora genauso langzeittauglich ist wie ein taschenrechner, da ist halt mehr was kaputtgehen kann, aber egal..
dein Kommentar wäre wieder lange genug um einen Ganzen Blogeintrag damit zu füllen..
auf jedenfall bin ich mal wirklich gespannt auf mein pandora umpc.. :
Mit China muss ich dir zustimmen. Natürlich gibt es viele Schrott-Produkte von dort, aber das liegt nicht daran weil die Chinesen nur Schrott produzieren würden, sondern ganz einfach weil der Auftraggeber nicht bereit ist für Qualität zu zahlen. Mein TI-83 Plus wurde auch in China gefertigt und lebt nun schon seit über 5 Jahren, eben so vielen Stürzen vom Tisch und einer hinterhältigen Attacke einer undichten Wasserflasche.
Außerdem hat „Made in USA“ ja auch nicht unbedingt den besten Ruf…
Ein Kumpel meinte, das Bastelsets auch günstiger durch den Zoll kommen würden.
Ob mir das bitte mal jemand bestätigen könnte, das der nur wieder Quatsch erzählt?
Die Zollgebühren für Bastelsets kenne ich zwar nicht auswendig, aber es kann schon sein, dass er Recht hat. Je nach Gerätetyp sind die Zollabgaben unterschiedlich hoch. Kann gut sein das die Kategorie der Bastelsets geringer bezollt ist als Andere.
Ich hab „damals“ 2 bestellt gehabt für 500€. Wenn ich nur noch eine brauch, weil mein Kumpel die nicht mehr haben will, wenn sie denn mal kommen, dann verkauf ich die für 250€ weiter. Im besten Fall behalt ich beide und leg eine für Gäste in meinen Hause hin, damit sie Websites absurfen können.
Grüße, murphy
Oh, ich ich dachte der Dingoo auf dem Gästeklo wäre schon ein guter Service.
Da musst Du dann natürlich unbedingt berichten, wie der Pandora auf dem Nachtisch im Gästezimmer wirkt.
Werd ich machen, sobald die Pandoras da sind