20% auf OMAPs (außer Tiernahrung)
Der Burn-in-Test läuft, die Spritzgusswerkzeuge werden gebaut, alles läuft gut und daher setzt uns der Mangel an Neuigkeiten auch gar nicht so sehr zu, wie noch zu manch früherem Zeitpunkt. Momentan gilt es eigentlich nur noch auf Ergebnisse zu warten, aber dennoch gibt es Neuigkeiten aus der Hardwareszene. Nicht aber von den Entwicklern der Pandora, sondern von Texas Instruments, die das Datenblatt des in der Pandora verbauten OMAP3530 überarbeitet haben und nun als Taktfrequenz nicht mehr 600, sondern ganze 720MHz angeben. Auch der DSP taktet nun mit 520, statt vormals 430MHz auf dem Datenblatt, obwohl die Hardware an sich nicht verändert wurde.
Exophase nennt im englischen Forum außerdem die Leistungskategorie („Operating Performance Point voltage“) OPP6, die mit der letzten Revision zwar durchweg Einzug in die entsprechenden Tabellen des Datenblatts gehalten hat, aber mit einer Spannung von 1,35V weitgehend der Kategorie OPP5 entspricht. Das Datenblatt gebietet aber zur Vorsicht mit diesen Kategorien, da sie nicht für den Dauerbetrieb, sondern vielmehr für leistungshungrige Anwendungen mit geringer Laufzeit gedacht sind. Für den gemeinen Endbenutzer ist dies aber wenig bis gar nicht von Interesse.
Die Pandora wird also nicht wirklich schneller, denn dass man den Prozessor der Pandora schon einmal bedenkenlos übertakten darf ist seit längerem bekannt. Lediglich die von offizieller Seite angegebenen „sicheren“ Taktfrequenzen sind nun höhere. Einen Grund für diese Änderung nennt man auf Seiten von TI nicht. Es kann also nur gemutmaßt werden, dass TI nach einer Testreihe diese Taktfrequenzen als zuverlässig und stabil genug eingestuft hat, um sie als Standard zu übernehmen. MWeston äußert darüber hinaus die Vermutung TI könne die typische Taktfrequenz verändert haben, um den OMAP3530 als Konkurrent zu Samsungs S5L8900, der unter anderem in Apples iPhone verbaut wird, besser auf dem Markt zu platzieren und schließt desweiteren auch die grundsätzliche Unterstützung von 1080p Videowiedergabe nicht mehr kategorisch aus.
Nüchtern betrachtet profitieren von diesem neuen Datenblatt nur diejenigen, die gern mit der Taktfrequenz ihres Handhelds herumprahlen wollen, aber ich möchte an dieser Stelle keinesfalls eine gute Nachricht herunterspielen. Ausgehend von der Vermutung, dass TI die Daten nicht unbedacht geändert hat können Programmierer sich zukünftig auch auf die höhere Leistung verlassen, die sonst als Übertaktung und somit als potenziell weniger stabil gegolten hätte.
Quellen: Texas Instruments, englisches Forum

Es kann ja nicht schaden (;