Pandora-Blog - Pandora-Handheld, Retro, OpenSource und Indie Games

Ode? Hommage? Novelle?

Verfasst von Mae am: 14.07.2009, 15:45 Uhr

1. Strophe: Kindchen, Kindchen!

Der Pandora-Handheld scheint schon vor seinem Release zu den Legenden zu gehören. Wildeste Gerüchte kursieren im Internet über etwas, was manch einer noch immer für einen Aprilscherz hält:

Der ultimative Open-Source Handheld!

Manch Gerücht kommt dabei so wohlklingend süß daher und hüllt sich eng in Halbwahrheiten. Wie soll man da die nackte Wahrheit finden? Vielleicht in dieser Geschichte, bis Du sie selbst in Händen halten wirst?

Von den ersten trächtigen Gedanken, der Verkündung – es ist eine lange schwanger Zeit. Nicht immer leicht zu ertragen, auch wenn man doch froh ist erleben zu dürfen, wie ein Traum wahr werden will.

Wenn die Grenzen zur Realität überschritten werden, dann platzen natürlich auch einige Blasen. Kaum jemand hat mit solch langen Wehen gerechnet und fühlt sich daher der Ohnmacht nahe.

Das Kind soll den Namen Pandora tragen und wird neben den Vätern auch von einer immer größeren Familie bereits sehnsüchtigst erwartet.

Vaeter
Die drei stolzen Ur-Väter.

Schon manches mal ist ein Vater einfach spurlos verschwunden. Bei der Pandora gibt es Väter genug, und keiner der nicht von der Pandora gefesselt wäre. Von Anfang an bis zum bitteren Ende – so lautet ihre Devise.

Trotzdem: Ähnlich erschreckende Erlebnisse! Besonders viel Ärger hatte das analoge D-Pad im Gepäck. Erst verschwindet ein Hersteller oder zumindest sein Angebot und somit auch die zusätzliche Tastenfunktion. Als nächstes versinkt eine Agentur im Ruin und lässt eine ansehnliche Summe an Geld mit verschwinden, was die Entwickler zwingt erneut in die eigenen Taschen zu greifen um den Pandora mit den viel gepriesenen Analogpads auszustatten.

Inzwischen ist das meiste in trockenen Tüchern, lediglich die Gehäuse-Elemente müssen noch aufeinander und auf die Innereien abgestimmt werden. Als Innereien zählen Akku, Bildschirm, Kabel, Stylus, Tasten und Pads mit der Tastaturmatte und zu guter letzt eben die Hauptplatine.

Bei der Fertigung, insbesondere der Bestückung der ersten 4000 Hauptplatinen stehen die Ampeln auch noch nicht auf grün und manch Pessimist sieht sogar rot.

Bekanntlich heißt es ja: Gut Ding will Weile haben! Damit weder Langeweile aufkommt, noch der Frust sich seine Bahn schlagen kann, haben einige Pandora Fans Selbsthilfegruppen gegründet. In diesen lenken sie sich gegenseitig ab. Sammeln News, übersetzen, kommentieren und veröffentlichen ihre Arbeiten auf Blogs.

Und wenn Nachrichten ausbleiben, vertreibt man sich die Zeit durchaus auch mal mit lächerlichen Streitereien. Sagt man nun richtig: Die Pandora? Der Pandora? Das Pandora? Düt Pandora? – Oder wie?

Manch einer beharrt darauf: Die Konsole mag offen sein, die Sprache nicht! Und so gibt es nur eine richtige Lösung: Der Padora!!!

Ich gehöre allerdings zu der Minderheit, die „der Pandora“ bevorzugt.

Gut möglich, dass die meisten mir in der deutschen Sprache überlegen sind, gerade was die grammatikalischen Künste anbelangt. Doch im Medienzeitalter gibt es zuhauf Fachlatein, das schlicht aus Anglizismen hervorgeht, statt erfindungreichen und doch logischen Wortschöpfungen, sogenannten Neologismen, wie es etwas unsere Bundes(wehr?)-Soldaten oder ehemalige DDR-Bürger kennen lernen durften.

Doch den wenigsten ist die linguistische Pragmatik bekannt, wie aus Genus oder Sexus richtig zu wählen ist. So steht zwar im Duden das ich nicht eMail, sondern E-Mail zu scheiben habe - doch ob ich im einfachen Fall die oder das zu nutzen habe bleibt unklar!

Im Streit-Fall Pandora Genus oder Sexus fordern viele ein Machtwort, fürchten aber auch die Meldung: Es ist ein Sohn

pandora_eier

Neueste wissenschaftliche Untersuchungen haben jetzt erwiesen, dass die Pandora doch männlichen Geschlechts ist. Ein Team internationaler Wissenschaftler konnte ein Foto eines Pandora in entspannter Atmosphäre machen, auf welchem eindeutig ersichtlich ist, dass wir uns auf viele weitere kleine Pandoras gefasst machen dürfen (falls doch noch ein weibliches Exemplar entdeckt wird).

Ich bin bei Leibe kein Pragmatiker, doch sehe ich einen großen Vorteil, in der Wahl meines Artikels. Wenn ich von dem Pandora spreche unterscheidet er sich sofort von der Pandora, der Namensgeberin – der künstlichen geschaffen Frau aus der griechischen Mythologie. So wird oft nachgehakt und ich komme wieder mal zum ausführlichen Erklären und dabei ins Schwärmen. Und führe mich auf, wie eben ein stolzer Onkel, denn auch ich habe mir eines der 1st-Batch Geräte gesichert.

Obwohl ich erst einmal in den Entwickler-Fundus gezahlt habe, komme ich mir schon ein wenig wie ein Patenonkel vor. Und wenn einer von Stornierung redet, kann ich nur verwundert meine Kopf schütteln; könnte man den Geld heut wirklich noch besser anlegen? Bestimmt ist das nur ein Trick, um andere abspenstig zu treiben, um dann selbst noch ein Gerät auf der Release- … – Na! Ich muss wohl sagen: Geburtstags-Party – mit abschleppen zu dürfen.

Beim Namen haben die Väter zwar an die Dame mit der berühmten Büchse gedacht, doch wie so oft in der Geschichte wurde hier ein Name gewählt, wohl eher des Klangs wegen, nicht etwa weil er einen ernsthaften tieferen Kontext bildet. Eher hat das Marken- und Namensrecht dabei eine Rolle gespielt.

So ist der Pandora also nicht die Dose, aus der etwa das Böse strömt oder die Hoffnung all zu lange verborgen blieb – auch wenn nun einige auf die Release-Verschiebung hin, von ihrer schwindenden Hoffnung erzählen mögen…

Genau so gut könnte man ja bald von Pandoras Konserve einen Zusammenhang zu Tuppaware® konstruieren, da sich auch hier bei der Vermarktung der Pandora ähnliche Vertriebswege etablieren könnten.

Übrigens war es dem Commodore C64 als erster Computer überhaupt gelungen von den Fachmärkten in die Supermärkte zu gelangen. So steht sein C zu Recht für Consumer (nicht etwa für Commodore!), denn er war von Anfang an für den breiten Markt gedacht, mit seinem damals revolutionären Technologie-Mix aus Audio-Synthesizer, Videochips und Prozessor-Kern.

Anders dagegen der Pandora. Er wurde eben nicht in knapp 2 Monaten von Berufsingeneieuren aus dem Boden gestampft, sondern geschaffen von Nerds für Nerds, um eine Nische zu besetzen. Und so geht es gar nicht darum mit dem ultimativen quelloffenen Handheld besser zu sein als die anderen mobilen Spilekonsolen auf dem Markt, auch wenn viele nur dies als ultimativ sehen können.

Konsolen von Nintendo, Sony und Apple spielen in einer ganz anderen Liga. Stehen hinter diesen Konsolen große Konzerne, die ein reichhaltiges Software-Angebot zu ihrer jeweiligen Konsole erfolgreich vermarkten wollen, so wie den ein- oder anderen Schnick-Schnack.

Beim Pandora werden Spiele kaum gekauft werden müssen. Doch es geht auch nicht darum hier alle Spiele geschenkt zu bekommen, sondern in erster Linie einfach die Freiheit zu bekommen selbst kreativ sein zu dürfen.

Als Firmware wird daher ein komplett offenes Betriebssystem serviert, das die Spielkonsole gleich als vollständigen Heimcomputer erscheinen lässt. Das Programmieren und Einspielen eigener Software ist möglich, ohne erst die Firmware cracken zu müssen, wie bei anderen Konsolen. Doch auch der Hack im Systm ist möglich und zudem erlaubt!

Dank Menütaste und ausgeklügelter Softwareverwaltung spricht das System doch darüber hinaus nicht nur die Hacker an. So dürften auch die Retro-Gaming-Otakus von der Pandora begeister sein, für die der chinesische Markt zwar auch eine Menge an tragbaren Multimedia Geräten zur Verfügung stellt, auf denen dank Emulatoren die alten Schätze aus der 8-Bit Ära auferstehen, doch wer nicht nur Titel von Konsolen spielen möchte, sondern auch von den alten Homecomputern ist auf eine Tastatur angewiesen. Hier bietet der Pandora derzeit noch die beste Lösung.

Zudem aber hat der Pandora das Potential auch Emulatoren weit über die 8-Bit Ära hinaus flüssig laufen zu lassen. Bereits jetzt laufen beeindruckende Testversionen auf den Testboards von Amiga und PSX Emulatoren. Das dann auch Software von jüngeren Systemen auf der Pandora laufen könnte wird nicht nur technisch kritisch.

PlayStation- und vor allem Amiga-Spiele wollen jedenfalls auf der Pandora ihre neue Freiheit entdecken.

Natürlich nur die mobile Freiheit! Den von den kommerziellen Werken, sehen dessen Rechteinhaber nur ungern Kopien – auch wenn einem das deutsche Recht einräumt von Software durchaus Sicherheitskopien zu erstellen, und das sogar bei Umgehung des Kopierschutzes. So aber keines Falls etwa diese Kopien zu verteilen, wie es einst einmal bei Audiocassetten gang und gebe war, seine neunen LP unter Freunden vorzustellen. Auch sonst sollte man sich an solch Hehlerrei in irgend einer Form lieber nicht beteiligen. Die Ansichten oder zumindest die Gesetze haben sich zu früher hier stark geändert!

Die Zeiten des wilden Westens gibt es nur noch im Osten. Es wird sogar schwierig die ein oder andere China-Konsole hier zu bekommen aufgrund von Plagiat-Vorwürfen. Auch wird versucht bestimmte Kopierstationen zu verbieten, die jedoch Notwendig sind um seine Catriges aufzulesen um so die Programme zu sichern, nachdem man das Image möglichst ausgiebig auf einem Emulator geprüft hat.

Gameboy-507px-E-Merger_Set

Dank meines e-mergers brauche ich nicht auch noch
meinen alten Gameboy
mit den vielen Catriges zu schleppen.

So etwas wie eine Prohibition ist natürlich aber auch immer gutes Futter für den Schwarzmarkt. Doch inzwischen gibt es glücklicherweise auch legale Angeobte von ganzen Software-Paketen, wo die alten Titel in einem modernen angepasten Medienformat vorliegen, was es einem erleichtert gewünchte Titel auf die SD-Card zu bringen.

Vielleicht ergattert ihr noch eines dieser Amiga-Pakete?

Die Werke der Homebrew-Szene dagegen werden freizügig verteilt. Oftmals sogar gleich mit Quellcode, damit auch andere ihre Ideen aktiv einbringen können. Natürlich hat jede Konsole ihre Homebrew-Szene.

Eines Tages sagte wohl mal eine Hacker »Das ist doch wohl mein Bier, wo ich meine Programme laufen lasse.« Vielleicht war es so, und deswegen spricht man nun von dieser gebrauten Software. Leider wird auf den meisten Konsolen aus diesem Hack-Anliegen oft genug ein illegaler Crack.

Die meisten Konsolen-Hersteller wollen eben ihre eigenen Spiele, zumindest aber Spiele unter ihrer Lizenz verkaufen. Dabei können sie natürlich die Hardware dann günstiger anbieten. Der günstige Preis trotz der leistungsfähigen Hardware verlocken natürlich diese auch mal nach eigenen Vorstellungen auskosten zu wollen. Da aber nun auch noch die Methoden, mit dennen die eigenen Programme auf den Konsolen gestartet werden es meist ebenfalls erlauben, die sogenannten Raubkopien (warum eigentlich nicht gleich Terror-Kopien?) abzuspielen, haben die Hersteller ein durch aus nicht zu unterschätzendes Argument gegen die Homebrew-Szene: Lizenzen, die es verbieten die Firmware zu hacken oder auszutauschen.

Der Pandora hat seine Firmware gleich auf einem NAND-Flash gespeichert, wo sie sich nicht nur leicht aktualisieren lässt, sondern komplett gegen ein anderes Betriebssystem ausgetauscht werden darf. Zudem können Betriebssysteme auch von SD-Cards oder USB-Stick gestartet werden. Somit kann beim experimentieren den Pandora nicht lahm gelegt werden – hier spricht der Kenner von einer Unbrickable Konsole.

Dieser NAND-Flashspeicher ist 512 MB groß und wird von manchen als Festplatte bezeichnet. Das möchte ich so allerdings nicht stehen lassen! Auch wenn dieser Speicher seine Informationen ohne jegliche Spannungsversorgung halten kann und in Netbooks die modernen Solid State Drives daher ebenfalls aus Flashspeicher bestehen und daher ebenfalls nicht mehr auf Energie angewiesen sind, damit sie nicht ihre Daten vergessen.

Es hat mehrere Gründe, warum man diesen Speicher ausschließlich für die Firmware reserviert ansehen sollte. Nicht für Anwendungsdaten! Daher macht es auch nichts, das er erst einmal im Zeitalter der Terrabyte Festplatten so klein wirkt. Für diese ist er nicht klein, sondern sogar riesig Ausgefallen.

Natürlich kann man den Teil, den das Betriebssystem nicht ausfüllt missbrauchen, um Anwendungsdaten darauf zu sichern. Dabei sollte man aber eben wissen: Bei jedem Schreibvorgang auf einem Flashspeicher wird dieser einer Belastung unterworfen, die sich in seiner Lebenzeit bemerkbar macht.

Ein Flashspeicher hat meist über 10.000 Löschzyklen. Würde man ihn jeden Tag zehn mal komplett neu beschreiben, sollte er so immer noch über 2 Jahre und 8 Monate halten, selbst wenn man an den Feiertagen nicht ruht. Wer jedoch nicht ständig sein Betriebssystem verändert wird also lange etwas von diesem Speicher haben, denn beim Lesen wird ein Flashspeicher nicht belastet.

Zwar sind auch die SD-Cards und USB-Sticks auf denen man seine Anwendungsdaten ablegen sollte Flashspeicher, die dem selben Problem unterworfen sind. Sie lassen sich jedoch im Falle ihre Ablebens leichter entfehrnen und gegen ein frisches Medium ersetzen. Zudem bieten die meisten Karten eine wesentlich schnelleren Datenzugriff als der interne Speicher.

Da man also beim Pandora nicht mit mechanischen Speicher arbeitet, wie bei den Festplatten und auch keiner der Prozessoren auf Kühlung angewiesen ist, wird aus dem Pandora ein absoluter Flüster-PC. Sollten man jedoch je in die Verlegenheit kommen eines dieser Flash-Medien zu formatieren so empfiehlt es sich dringen nie mit einem Journaling-Dateisystem zu arbeiten.

Denn Journaling-Dateisysteme erfordern mehr Schreibzugriffe als Nicht-Journaling-Dateisystem. Also ein NTFS, Reiser, ext3, ext4 HFSJ-Format hat auf einer SD-Karte wirklich nicht zu suchen! Mit der richtigen Formatierung hat man jedoch sehr lange etwas von seinen Karten.

Da es immer weniger Geräte gibt, die nicht mit FAT32 klar kommen ist man auf FAT16 kaum mehr angewiesen. Meist sind die Karten mit einem FAT-System vorformatiert. Hiermit kommen eben auch die meisten Betriebssystem mit zu Recht. So kann man problemlos seine Daten auf verschiedenen Systemen nutzen.

Das exFAT dagegen ist wieder ein Format das von Microsoft entwickelt wohl erst einmal den Windows-System vorbehalten bleibt. Statt dessen hat man die Möglichkeit als alternative zum FAT auf JFFS, JFFS2 und YAFFS zurück zu greifen. Obwohl das J in diesem Namen tatsächlich für Journaling steht, kommt hier keines zum Einsatz, den das FFS steht jeweils für Flash File System und iht daher optimal angepaßt für Flashspeicher-Medien.

Dass die SD-Einschübe SDHC unterstützen bedeutet, dass man nun kein Problem mehr hat Karten zu nutzen, die eine Kapazität von über 2 GB aufweisen, solange sie ebenfalls als SDHC-Karten ausgewiesen sind. Die Aufteilung in Leistungsklassen erfolgt nur nach Schreibgeschwindigkeit. Es könnte also sein, dass sich eine Class 4 Karte schneller auslesen lässt, als eine Class 6 – könnte…! Zudem die zugesicherte Mindestdatenübertragung bei der Aufzeichnung auf ein MPEG Datenstrom bezieht, schadet es nicht bei Ramschverkäufen auch mal bei niedrigen Class-Karten zuzuschlagen. Gerade für die Retroliebhaber werden auch einfache Karten ausreichend Performance bringen.

Der andere Grund, warum man das NAND Flash des Pandora nicht leichthin als Festplatte bezeichnen sollte, erfahrt ihr, wenn ihr euch auch Zeit für meine 2. Strophe nehmt, auch wenn es da mal ein wenig politisch wird…

(Fortsetzung folgt)

Bis bald
euer Mäx

DAS GEHEIMNIS DER PANDORA
erste Ausgabe 2009-07-14
(Sorry, hier sind noch einige Fehler
vor allem auch in der Formatierung)

Ob ich ein Retro-Fan bin? Man - ich bin selbst ein Oldie!

7 Kommentare zu “Ode? Hommage? Novelle?”

  1. phas0r sagt:

    Hat mir mal wieder super gefallen, der Artikel.

  2. Mae sagt:

    Danke! Hm, schade das Du nicht Zeit gefunden hast, das mal mit der Formatierung hin zu biegen. Ich muß zugeben ich bekomme das einfach nicht hin!

    Ich hoffe, das diese Aufklärungskampagne noch mehr Leute zu schätzen wissen, und noch ein wenig Feedback von Außerhalb kommt. Vorallem im nächsten Teil hoffe ich das die Leser rege Diskutieren werden! Denn da läßt es sich nich vermeiden ein wenig politisch zu werden.

  3. wurfholz sagt:

    tja, Liebe(!!) Mäx,

    wenn du dich so einfach über den richtigen (DIE Pandora) genus hinwegsetzt, dann tue ich das auch. Weiter setze ich hiermit den korrekten Plural auf „DIE Pandoraii“ (sprich Pan-dor-a-i-ih). Warum? weil es mir passt und damit richtig ist!!

  4. nirgendwer sagt:

    JFFS und Konsorten werden auf Pandoras SD wohl weniger zum Einsatz kommen. Denn JFFS möchte direkt auf ein MTD-Device zugreifen und macht dafür Wear Leveling selber. SD-Karten bringen dies aber schon mit. Als Alternative zu FAT kann man unter Linux daher wohl einfach Ext2 benutzen, bzw. ein Ext3 um sein Journal erleichtern. So erhält man modernere Dateisystemfeatures.
    Ohne Wear Leveling hält ein Flash übrigens keine 10000 Schreibzugriffe aus. Naja, technisch schon, nur von Nutzerseite aus gesehen bedeutet beim FAT-Dateisystem z.B. das Schreiben einer einzigen Datei unter Umständen ein vielfaches an Schreiboperationen an bestimmten Stellen des Mediums (eben der FAT). Da kann das Flash schon innerhalb weniger Monate trotz moderater Benutzung Fehler aufweisen. JFFS würden in dem Fall wirklich Sinn machen… ^H^H ergeben. Mich würde daher interessieren, wie das interne Flash angebunden sein wird. Direkt als MTD-Device ohne automatisches Wear Leveling oder …?

  5. Mae sagt:

    Zumindest war JFFS2 schon mal zum einsatz gekommen, den am 31. Dez. 2008 war von ED zu lesen, als es um die Boot-Zeit ging:
    „Von SD-Karte dauerts momentan 8 Sekunden, vom NAND (ja, es gibt schon erste NAND-OS-Versionen) noch ca. 40 Sekunden bei JFFS2 – da werden wir ein anderes Filesystem probieren, denn anhand der Specs vom NAND Chip sollte das in 10 – 12 Sekunden möglich sein.“
    Das dabei für SD-Karten dieses System gar nicht in Frage kommt, weil sie ihren eigenen Controller haben der sich ganz alleine um das Wear Leveling kümmern möchte, habe ich nicht bedacht.
    Das nun der Cortex sich um das Wear Leveling kümmern muß, denke ich aber nicht, sondern gehe doch mal stark davon aus, das der OMAP noch irgendwo auch einen Controller dafür hat. Schließlich hat er so einiges an Schnick-Schnack zu bieten, andererseits würde dies vielleicht den Performance-Verlust erklären…?
    Ob es auch unterschiede bei der Qualität des Wear Levelings gibt?

    Solch technische Details sind mir leider noch nicht bekannt, ich lese mich erst ein. Dabei war mir aufgefallen bei den verschiedenen OMAP3530-Boards die es gibt auch unterschiedlicher RAM-Speicher zum einsatz kommt. Mal mit 16- und mal mit 32-Bit breiter Anbindung.
    Und ich weiß aber nicht mal, ob es hier auch Daten- und Adressbus getrennt gibt.

    Wäre natürlich gut, wenn die Sendung mit der Maus einmal anfängt zu erklären, wie das dadrin in unserem Pandora funktioniert. Und dann direkt im Sendeanschluß gleich noch mal Jean Pütz hinterher schießt, wie man nun optimal damit umgeht um technik und umwelt zu schonen!

  6. wurfholz sagt:

    …wenn danach noch Joachim Bublath mit den Schalt- und Bestückungsplänen rausrückt wäre ich völlig aus dem Häusschen ;)

  7. nirgendwer sagt:

    Wenn das interne NAND tatsächlich ohne eigenen Wear Leveling-Controller daherkommt und die CPU das in Software machen muss, dann führt an einem Dateisystem mit eben diesem nichts vorbei. Eine Möglichkeit zur Beschleunigung gibt es dann aber doch noch: ein readonly und ein rw-Dateisystem (z.B. squashfs+jffs2) per UnionFS o.ä. verknüpfen. Das dürfte neben zusätzlichem Platz auch noch die Geschwindigkeit pushen. Denn aus einem squashfs liest sich deutlich schneller als aus einem jffs, v.a. da jffs mit der Anzahl der Dateien immer langsamer wird und mehr Speicher benötigt. Allerdings hat das deutliche Nachteile bei inkrementellen updates, entweder diese stopfen das jffs voll oder sind jeweils so groß wie das squashfs. Aber bei embedded hat man sich ja daran gewöhnt immer das komplette firmware-flash auszutauschen und was sind heute schon 500MB download ;-) per p2p und einer „lieben“ Benutzerschar bedeutet das ja nicht mehr Traffic für die Entwickler :-)

Hinterlasse einen Kommentar