Blender
Im meinem letzten Beitrag über die Linux Spiele hatte ich zum Schluss noch einen Sprung zur Blender Game Engine gemacht - ohne überhaupt zu wissen, ob überhaupt ein Port auf unseren Pandora möglich ist. Den ich habe mich leider überhaupt noch nicht mit Blender beschäftigt. Deswegen war ich heut Morgen noch mal für euch im Internet unterwegs.
Ihr kennt vermutlich Blender? Das sind nicht etwa die Leute, die einem etwas vormachen. Blender kommt nicht von Blind machen. Blend kommt aus dem englischen und bedeutet mischen. Es sind also Leute die etwas mischen…
Bei uns allerdings würde man meist zu hören bekommen, das Blender ein Ort aus der Nachbarschaft ist.
Und dann gibt es da noch die Software – die freie Software unter der GPL-Lizenz – von der heute die rede sein wird und die kommt aus den Niederlande und nicht aus Niedersachsen.
Ein Programm das auf jeden Fall Träume wahr werden lässt – auch wenn kein Port für den Pandora möglich sein würde.
Heutiger Inhalt:
Port für Pandora?
Warum ist das Leben so kompliziert?
Freie Filme!
Um zu sehen ob Blender überhaupt auf den Pandora portiert werden kann, soll man ja wie folgt vorgehen, wie uns Thrake im Pandora-Forum schön erklärt mit dieser Skizze:
Okay – schau‘n wir mal in das Pandorafile-Archiv…
Tja, sieht da heut noch ein wenig leer aus. Dann auf zum nächsten Schritt, den Quellcode könnt ihr dort oder dort bekommen – vielleicht auch noch wo anders?
Wenn man letzten Link benutzt sieht man schon, das es sich um C Code zu handeln scheint, was für die nächste Frage ausschlaggebend ist. C ist keine Exotische Programmiersprache - also gar kein Problem einen Compiler für den Pandora aufzutreiben.
Die nächste Frage ist ein wenig merkwürdig: Was haben iPhone und Nokia N810 mit der Pandora zu tun? Nun: das N810 nutzt auch ein OMAP3530 SoC – das iPhone auch? - Nein! Es nutzt zwar einen ARM Prozessor mit PowerVR MBX, doch auch die PSP nutzt einen RISC-Prozessor, dann müßten ja auch PSP Spiele übertragbar sein, wenn diese Programme den Quelloffen sind…
Fragen wir erst einmal Google nach „Nokia Blender“ und lernen: Kleine Blender sind auch Handys mit stark spiegelndem Bildschirm. Also das bring uns jetzt ja auch nicht weiter… – sag wir einfach mal Nein!
Die nächste Frage braucht jetzt wieder Programmierkenntnisse. „Benötigt das Programm irgendwelche spezifischen Programm-Bibliotheken, die plattformabhängig sind oder dessen Quellcode nicht Öffentlich zugänglich ist?“ – Vielleicht braucht man doch kein so großen Programmierkenntnisse, den es heißt das Blender auf vielen System ohne installation auskommt – daher stehen die Chancen gut, das diese Frage ebenfalls mit Nein beantwortet werden darf.
Dann dürfen wir uns fragen ob das Programm auch auf einem 286er läuft und mit 128 MB RAM auskommt. Na? Das ist ja nicht zu glauben! Aber suchen wir mal nach den Systemvorraussetzungen.
Meine ergooglete Antwort der Systemvoraussetzungen:
Mac OS X 10.3 oder neuer,
Python 2.3,
ab G4 oder Core Duo mit 3D-Grafik
. . . – Ähhhhh?
So ein Pech! Wie?
…nun wir werden sehen – vielleicht wird Blender eben nicht so bald für den Pandora erscheinen. Aber ist das überhaupt wirklich Notwendig? Den meisten würd‘ es ja reichen wenn ein Game-Engine auf der Pandora laufen würde, das wenigstens kompatibel zum Blender Game Engine wäre. Andere dagegen lechzen schon darauf auch unterwegs Spiele zu entwickeln. Daher wird es hoffentlich auch Leute geben, die Ihr bestes tun, Blender (die Software!) auf die Pandora zu bringen.
Doch selbst wenn das Blender und das sein Game Engine nie oder erst sehr spät auf der Pandora erscheinen würde, so kann man trotzdem schon jetzt gut von dem Projekten profitieren. Und das wir bei mir jetzt eine wirklich lange Geschichte…
Warum ist das Leben so kompliziert?
Wer heut zu tage einen Rechner kauft, der bezahlt in etwa so über den Daumen gepeilt 60 € an Gebühren, an die Rechteverwertungsgesellschaften. Da kommt man genau so wenig herum, wie das Auto vom TÜV herum kommt, nur das man dies schon lang nicht mehr nur durch den ADAC machen lassen kann.
Diese Verwertungsgesellschaften haben sich in der ZPÜ zusammengeschlossen – ZPÜ steht für Zentrallstelle für private Überspielrechte. Und genau darum geht es. Diese Gesellschaft sorgt dafür, das Künstler zu Ihrem Brot kommen, auch wenn deren Stücke im Radio spielen, oder aber von Cassettenaufnahmen die von Radio oder sonstwo erstellt wurden.
Damit man nicht bei jeder Vervielfältigung eine Gebühr entrichten muß, gibt es praktische Pauschalen, die man für jedes Vervielfältigungsgerät und leer Medium (Leercasetten) bezahlt. Das betrifft neben Kopierern eben auch CD- und DVD-Brenner (8,70 € für CD- u. 10,68 € für DVD-Brenner) und überhaupt soll es eben auch PC Anlagen betreffen. Dagegen wehren sich natürlich die Computerhändler in Deutschland, die für jedes verkaufte Gerät Gebühren an die ZPÜ zu entrichten haben, damit dies der Kunde nicht braucht. Das sammelt die GEMA – Gebühr sowie die notwendigen Daten wie Verkaufzahlen. Somit ist auch wieder gerade der Kleinunternehmer einen nicht zu ertragenden Verwaltungsaufwand ausgesetzt und hat so im Europäischen Markt wieder das nachsehen. Händler und Hersteller haben sich teilweise in den Verband BITCOM zusammengeschlossen und handeln dann auch mal Sonderpauschalen aus. Ob das aber wirklich so clever ist…?
Mit welchem Recht wird abkassiert? Das UrhG bringt einen die Antwort nur ein Wenig näher – doch darauf berufen sich nun einmal die Verwertungsgesellschaften. Das UrhG hat sich jedoch seit dem bestehen der Verwertungsgesellschaften stark verändert. Die Verwertungsgesellschaften bestehen seit 1963. Das UrhG seit 1965 und wurde 2006 das letzte mal Verändert.
Alle Gesetze unterliegen mit der Zeit Veränderungen, den die Gesellschaft verändert sich schließlich auch und die Gesetzgeber versuchen die Gesetze der neuen Gesellschaftform anzupassen.
Leider scheint dies beim UrhG nicht so gut gelungen zu sein, hier sind sowohl Verbraucher, Händler, Verwertungsgesellschaften und auch Künstler nicht wirklich zufrieden…
Das meine ich, weil ich immer mehr Künstler sehe, die Ihre Werke unter offenen Lizenzen stellen und gar nicht erst Mitglied bei GEMA oder anderen Verwertungsgesellschaften werden. Die Verwertungsgesellschaften und Händler streiten vor der Gerichten noch immer um die Auslegung und Gebühren – meist hoch bis zum BGH, solange es sich die Händler auch leisten können. Der Rechtsweg ist leider nicht immer Günstig, wenn man diesen gut vorbereitet und erfolgreich betreten möchte. Vielleicht mit ein Grund das Künstler nicht mehr so gerne in die Verwertungsgesellschaften eintreten, werden diese Verhandlungskosten doch gewiß von den Verwaltungskosten mitabgedeckt, die von den Verwertungsgesellschaften von den Einnahmen abgezogen wird.
Der Verbraucher – oft der dumme – fühlt sich gar nicht dumm: Besorgt sich schon lange seine Kunst auf den Schwarzmarkt oder beim Künstler selbst, anstatt drei und vierfach für Musik und andere Genüße zu zahlen…
Natürlich ist die Medienindustrie noch viel clever und hat neben den vielen Kopierschutzmechanismen auch endlich ein Gesetz installieren lassen, das die Umgehung jeglich wirksamen Kopierschutzes verbietet, womit überhaupt der Kopierschutz endlich wirksam wird – oder?
Aber wenn das kopieren eigentlich gar nicht mehr erlaubt ist… – warum müßen wir dann noch für alles die Pauschalen zahlen?!?
Es ist nicht so einfach mit dem Gesetz!
Schon gar nicht mit dem Recht und der Fairnis…
Eigentlich kommt der Pandora ohne Lizenzpflichtige Codecs daher. Daher entfallen schon einmal die Pauschale von 2,56 € die unsere GEMA von jedem Händler für einen verkauften MP3-Player verlangt – sollte man meinen… Mal sehen was ED noch zu hören bekommt.
Anders sieht es aus mit den SD-Karten. Diese werden auch bereits als Ton- und Medien-Datenträger betrachtet – es dürfte also nicht verwunderlich sein, wenn auch hier ähnlich wie bei Leer-CDs und Leer-DVDs demnächst eine Spielzeit auf den Karten zu finden ist, denn nach dieser richten sich die Gebühren. 6,14 Eurocent pro Minute, wenn ich richtig informiert bin.
Das könnte eines Tages auch anderen Flashspeicher betreffen, nicht nur auf SD-Cards und Memorysticks – so zum Beispiel der, der eigentlich für das Betriebssystem der Pandora gedacht war – doch man könnte diesen ja für Mediendateien mißbrauchen…
Abkasiert wird nicht nur bei Leermedien, sondern vorallem schon beim Kauf eines normalen Albums, den auch hier hat man durchaus die Vervielfältigung mit einberechnet. Tatsächlich müssen einige Plattenlabels sogar an die Verwertungsgesellschaften ihre Gebühren entrichten, schließlich überspielen auch sie – das ist ihr Job.
Der Künstler und Konsument das sind die, die ständig in die Tasche greifen müssen, währen die anderen einen guten Job haben: Doch was gibt es schon wichtigeres als einen gut bezahlen und sicheren Job? Doch nicht etwa Fairnis?
Direktvermarktung ist nicht nur etwas, was die Bauern kennen – inziwschen sind auch andere so klug geworden. Für Mediendateien ist das Internet die Platform – die Straße an dem je nach Seson die Kartoffel- oder Spargelverkäufer stehen. Während letztere einem die Freiheit in der Zubereitung gewähren, haben es Medienverkäufer nicht so leicht, den überall lauern Piraten, die ihen die Wahre stellen.
Daher wurde in letzter Zeit mehr Kopierschutz als Medieninhalt verkauft, bis man sich endlich klar wurde, das dies gar nicht so gut ankommt. Nun Rudert man endlich wieder ein wenig zurück und versucht sich wieder an den Kunden zu orientieren, der schließlich auch mal seine erworbenen Stücke auf dem neuen MP3 Player hören möchte. So gibt es tatsächlich inzwischen Onlineläden die auf DRM verzichten.
Dies macht bis jetzt allerdings nur die Musikanbieter. Wer einen modernen Multimediaplayer bestitz will heute mehr. Der möchte auch mal seinen Film unterwegs sehen, egal ob er diesen auf DVD oder schon fertig als DivX aus dem Internet geladen hat.
Was ist da eigentlich günstiger? Nun um den DivX Film aus dem internet zu laden sollte man schon eine DSL Verbindung haben – dabei fallen auch noch Gebühren für die GEZ an – diese sind zwar bereits in den Radiogebühren enthalten, denn der PC gilt dann als Zweitgerät von dennen sie so viele haben dürfen wie sie wollen, sofern diese sich in ihren Privathaushalt befinden. Dazu zählt auch der PKW, der auf ihren Namen angemeldet ist – so ist es jedenfalls bei den Autoradios.
Aber wie ist es bei den Laptops und ähnlichem?
Radiogeräte, die sich auf anderen Grundstücken befinden, müssen noch einmal extra bezahlt werden, auch wenn einem diese Grundstück gehört oder auch nicht…
Laptops die heutzutage in der Regel alle Breitbandfähig sind, könnten also extra Gebühren verursachen – weiß das jemand?
Die meisten schleichen herum und hoffen nicht erwischt zu werden…
Das Internet ist ja ein solch kompliziertes Medium! vorallem hier in Deutschland!
…wo man einerseits für Zensur ist - den Kindern zu liebe und dann auf einmal wieder nicht, den Iranern und Chinesen zu liebe… - Naja, die brauchen jedenfalls keine GEZ-Gebühren zahlen: Weder die Iraner, die Chinesen noch die Kinder… Letzter nur, solange sie kein eigenes Einkommen haben und 16 sind - höre ich gerade noch…
Aber ich sagte ja schon: Das ist alles so Kompliziert!
Kaufen wir also lieber eine DVD? Sollte das die besser Lösung sein?
Nur selten gibt es DVDs die keinen kopierschutz besitzen. Diese muß jedoch gekennzeichnet sein! Ist diese nicht gekennzeichnet, bedeutete es jedoch nicht, das sie nun auch eine Privatkopie davon erstellen dürfen, auch wenn Sie mit dem Kauf ihres DVD-Brenners in Deutschland die Vervielfältigungsgebühren bezahlt haben. Sie haben jedoch das Recht den Hersteller zu verklagen… – wie der Gewinn dabei ausschaut, ich weiß es nicht… – Veilleicht einfach, das er die DVD zurück nehmen muß…
Inzwischen gibt es jedoch genau so wie freie Software, GEMA freier Musik auch endlich freie Filme. Diese dürfen sie ohne irgendwelche Rechtlichen Problem auf ihren Medienplayer kopieren – und inzwischen sind diese Filme auch genau so professionell, wie die Software, der sie entsprungen sind.
Schaut selbst:
Bekommt ihr natürlich auch als Download im passenden Format für euren Medienplayer.
Das ist übrigens nicht das erste und schon gar nicht letzte Projekt. Eine Schande, das ich jetzt erst darüber etwas mitbekommen habe – nicht?
Na – ich bin ja mal gespannt, ob der Pandora-Spielfilm, auf den nun schon alle warten (Cragix kann doch nun längere Filme online stelle!) auch so gut gemacht ist…
Bis bald
euer Mäx
(geschrieben am Dienstag, 16.06.2009 - 09:30)


nun….. du wirst lachen, aber ich bin bereits dabei einen port fuer blender zu bauen, aber ohne pandora und nur mit qemu und ohne jegliches sdk fuer die pandora ist das etwas muehsam
aber ich kann hier mal entwarnung geben, blender wird auf das pandora laufen! und wenn ich dabei noch mehr graue haare bekomme, schliesslich… soll ja auch was anstaendiges darauf laufen
ob die gameengine dabei sein wird… wage ich erstmal zu bezweifeln, das liegt aber an der gameengine selbst.
)
ps: es gibt eine wrapper klasse fuer blender die opengl in abspeck opengl es uebersetzt. wenn das geraffel auf nem nokia (&“§%“&$/&%§§!!!) rennt, dann auch auf das pandora