alea iacta est
(lat., alea iacta est, „Der Würfel ist geworfen worden“), Der Satz geht auf den griechischen Dichter Menander zurück. Angeblich sagte es auch Julius Caesar, als er im Januar 49 v. Chr. mit seinen Truppen den Rubikon überschritt. Caesar war bewusst, dass diese Überquerung einen schrecklichen Bürgerkrieg heraufbeschwor. Die abgewandelte Formulierung „der Würfel ist gefallen“ wird heute gebraucht, um auszudrücken, dass eine Entscheidung gefallen ist und es kein zurück mehr gibt.
Doch beim Pandora Würfel ist es noch lange nicht so! Hier wollte Craigix einfach einmal wissen, was ihr davon haltet, das man die Pandora auch als Heimstation bekommen könnte. Trotzdem scheint der Würfel gefallen, und zwar in Ungnade, schaut man auf das Voting. Mit einen Blick auf die Kommentare kommt man jedoch wieder auf ein anderes ergebnis, so emfpinde ich…
Es scheint mir eher die Quittung zu sein, die von der Ungeduldt der Leute aufgestellt wird. Schon Merkwürdig, wenn man bedenkt, das sich schon so einige Gedanken über eine zweite Version gemacht haben. Nun wird dieser Gedanke von einem Entwickler laut ausgesprochen, da explodieren hier und da regelrecht die Gemüter: Man solle sich doch erst einmal auf die eigentliche Pandora konzentrieren, anstatt auf ein neues Modell.
Zudem kommt eben die Frage hoch, warum man etwas bauen sollte, das letztlich stark an das BeagleBoard-Projekt erinnern würde. Auch das BeagleBoard wird längst mit 256 MB DDR RAM Arbeitsspeicher ausgestattet, so wie der tragbare Pandora. Doch ein Dementi kam Prompt: Der Pandora-Cube richtet sich eben an Spieler und nicht an Bastler. Er käme also gleich in einem Gehäuse, Plug & Play fertig.
Eben ein Pandora – nur für Zuhause und dafür eben günstiger. Das klingt nun wirklich ein wenig Langweilig, kann man den Pandora doch selbst auch zuhause lassen – da scheint es doch aus Käufer sicht cleverer ein wenig mehr auszugeben um sich ein tragbares Modell zu leisten. Also ein Cube ohne gewissem extra scheint der Sinn für den Markt zu fehlen, so behaupten die anderen.
Dabei könnte man ebenfalls argumentieren, das ja die Net Tops – also die kleinen Würfel-PCs aufzeigen das sehr wohl bedarf an solch Geräten besteht. Diese wären jedoch aufgrund ihrer x86 Architektur viel Leistungsfähiger, kämen trotzdem auch ohne Lüfter aus – so sagt man. So richtig durch setzen können sich die Geräte dann meist doch besser, wenn ihnen ein optisches Laufwerk spendiert wurde. Am besten gleich ein CD/DVD-Brenner, schließlich möchte man die Daten aus dem Internet auch ab und an auf einer Silberscheibe konservieren.
Anstatt darüber abzustimmen, ob so ein Würfel gekauft werden würde, denke ich, wäre es Produktiver gewesen zu fragen was so ein Würfel alle bieten müsste, um gekauft zu werden. Neben einem DVD-Brenner oder zumindest einem gut zugänglichen Einbauplatz für solche Laufwerke, halte ich weitere Feutures für Notwendig. Der Vorteil des Pandora-Cube gegenüber den anderen Net Tops bleibt: Er wäre im Verbrauch gewiß bescheidener und so könnte man diesen Würfel den ganzen Tag laufen lassen – doch was soll er so den ganzen Tag machen? Die anderen Anlagen ersetzen, die man sonst so in der Stube hat.
Ich Ärgere mich gewaltig über Geräte und Anlagen, deren Technik durchaus nicht uninteressant ist, jedoch über unmögliche Software regelrecht nutzlos gemacht werden. Und man muß den Herstellerern hinterher betteln, das sie die Firmware aktualisieren mögen. Lediglich Topfield ist mir da bekannt, die DVB-T-Reciever anbieten, wo man selbst die Benutzerfläche via Scripts anpassen kann. Doch hat DVB-T wirklich noch Zukunft? Ist da nicht schon der nächste Standart geplant. Es macht also wohl kaum Sinn den Würfel mit einem DVB-T Empfänger fest auszustatten. Anders dagegen sieht es mit einem Radio-Modul aus: Am besten eines was auch gleich RDS unterstützt.
Also ohne Display wäre der Würfel dann auch ein wenig Nutzlos, schließlich möchte man nicht immer den Monitor oder das TV Gerät einschalten um nun zu sehen, welchen Sender man gerade hört, ob nun via Analog-Empfang oder via Internet. Schön wäre natürlich ein kleiner Touchscrenn, der sowohl als Senderanzeige als auch als Bedienpult fungieren kann. Damit man allerdings nicht jedes mal an das Pult rantreten muß, sollte das Gerät sich am besten auch via Ferntbedienung steuern lassen. Am schönsten natürlich man könnte das Gerät leicht auf eine vorhandene Bedienung ansetzen, anstatt das wieder eine neue dazu kommt.
Und wenn schon einen richtigen Homecomputer, der meine alten Spiele emuliert, dann bitte einen mit Datasette! Schließlich rockt nichts so gewaltig, als wenn man seine uralten Programme noch orginal von Cassette laden kann. Ist man nicht zuhause um seinen Emulator zu genießen, dann fungiert die Aufnahmefunktion gleich noch als Anrufbeantworter. Mein Cube bräuchte dann also auch noch ein Voice-Modem.
Also morgens, da lädt er sich via DVB-T Stick ein paar Videotext seiten runter, um mich dann mit den Wetterinformationen und dem unterhaltsamen Hororskop zu Wecken. Als ich das Haus verlassen, schalte ich noch schnell das eingebaute Mikrophon ein und richte noch einmal die USB-Camera aus, da mein Cube schließlich das Haus sitten soll. Tatsächlich bekomme ich später einen Anruf auf mein Handy und kann nach dem ich mir endlich die Bilder ansehe, die mir mein Cube zu verfügung stellt, kann ich beruhigt feststellen, das nur meine Freundin in meiner Wohnung war, die mir am Anschluß der Alarmmeldung auch noch gleich einen Gruß hinterlassen hat.
Zuhause angekommen, bitte ich meinen Cube via Stimmenerkennung mir die Anrufeliste durch zu geben, von den Anrufen, die ich auf dem Festnetzanschluß verpaßt habe. Dieses mal ist mir in den AB-Spamfilter tatsächlich jemand reingelaufen. Dabei dürfen die Werbefritzen doch gar nicht mehr ihre Rufnummer unterdrücken! Meine Mom hat immer noch keine Rufnummernanzeige aktiviert, sich jedoch nachträglich identifiziert (per Tastencode den sie über das Telefon eingegeben hatte). Ich setze mir den Bluetooth adapter auf, und bitte meinen Cube den Rückruf zu initialisieren.
Dann schalte ich das Microphon aus und ziehe auch die USB-Camera ab, womit ich sicherstelle das meine Privatsphäre gewahrt bleibt, während mein Cube mir ein erotisches Hörbuch zum besten gibt, auch wenn ein Hacker sich zugang zu meinem Cube verschaft haben könnte – eigentlich unmöglich, aber trotzdem: Sicher ist Sicher!
Abends kommen meine Freund vobei, es ist Wochenende und wir haben diesesmal die Karaoke Party bei mir geplannt. Daher werden nun schon wieder Mirkophone aktiviert, dieses mal zwei Handmikrophone via Klinkenstecker oder USB, die sind einfach günstiger als ständig Bluetooth-Geräte aufladen zu müssen.
Na – was müßte eure Cube den alles drauf und dran haben? Vielleicht machen wir dazu ja auch noch einmal ein Voting…
Bis bald
euer Mäx
(geschrieben Donnerstag 04.06.2009 - 08:00)

Wie ich schon auf einem anderen Pandora Blog sagte würde ein „Pandora Cube“ nur sinn machen wenn man ihn um einige Multimedia Features erweitert (z.b. mit den Features von Boxee)
und es ermöglicht über diese Box Fernsehn zu schauen bzw wenigsten die (DVR) Software bereitstellen damit man es mithilfe eines exterenen DVB Usb stick machen kann.
mfg menju
Geile Story
I würde in dem Pandora Cube eher sowas wie eine Gamingkiste mit Video/Musikabspielfunktion sehen. So ein stromsparsames XBMC
Nen Internetbrowser wär auch nett.
aber man stell sich vor eine Box, die kleiner ist als die Wii und wo man alle alten Classic portierungen drauf spielen kann. Im Internet surfen und noch 720p videos abspielen kann. Das wär was
Kleiner als die Wii, darin würde ich nicht so recht den Sinn sehen, weil dann kein Platz für einem optisches Laufwerk wär‘. Warum soll die Box so Portable sein?
Da bei mir noch vieles über die Silberscheiben läuft, wäre mir Platz für interne Laufwerke sehr wichtig! Ja, ich hätte sogar gerne ein TapeDrive – da gibt es ja auch Lösungen für den normalen 5,25″ Einschub.
Würde der Cube solche Laufwerksschächte nicht bieten, könnte man die Kabel-Verzettelungen auch mit der Pandora realisieren, die zudem nicht nur Portable ist sondern Mobil einsetzbar.
Auch fänd ich es schade, das wenn ich beim Musik hören, jedesmal den TV-Bildschirm einschalten müsste, nur um kurz zu einem anderen Internetsender oder ein anderes Quell Verzeichnis zu navigieren. Daher würd‘ ich auch die Notwendigkeit eines Displays sehen: Dies könnte allerdings mit einer wesentlich geringeren Auflösung kommen, da es eben nur zu Navigation und Status Anzeige benötigt wird: Für die Videoausgabe steht eben S-Video und Composite Schnittstellen zur Verfügung und die meisten betehen wohl auch auf DVI. Daher würde sich das BeagleBoard eigentlich anbieten, wenn dort lediglich der RAM-Speicher entsprechend aufgestockt werden würde, um dann mit dem Pandora mithalten zu können, den die neue C-Revesion biete ja inzwischen neben der DVI-Schnittstelle auch einen LCD-Anschluss. Lediglich die Schnittstelle für DVB-T/S Karten und Laufwerke fehlt jetzt noch.
Bei der wärme die manche DVB-T-Sticks erzeugen frag ich mich allerdings, was die verbrauchen, wenn die so vor sich hin glühen – hoffentlich ist auch hier ein gescheites Energiemanagement möglich. Denn dies wäre für mich und meine Verwandten und Bekannten das entscheide Kaufargument für einen ARM-Basierenden Cube.