Weihnachten für Pandora Fans ?
Und Revue der letzten 10 Tage
ED wusste wieder einmal den Pandora-Fans eine Freude zu bereiten. Vor einigen Tagen hat er eine 3D Demo geposted. Er informierte auch auf seinem Blog über den derzeitigen Stand des Tastatur-Layouts das sich derzeit in Arbeit befindet …
Interpretation der ToDo-Liste als Adventskalender für Pandorianer
… das ist doch schon fast wie ein Adventskalender, nur das hier keine Türchen der Reihenfolge nach geöffnet werden, sondern (hoffentlich bald) offene Projektpunkte geschlossen werden.
Wir haben einmal die Nachrichten der letzten Tage ein wenig für euch aufbereiten und uns genau angesehen, was noch alles getan werden muss, bis die Pandorianer das Release feiern können.
Nicht nur den Bestellern fällt das warten schwer – so hat ED bereits im Forum mehrfach deutlich gemacht: Auch die Entwickler wären schon am liebsten fertig. Und während die ganz Ungeduldigen schon wieder nach einem Release-Termin Ausschau halten, zeichnen sich tatsächlich die ersten Termine ab.
Laut Hersteller soll das per CNC gefertigte Gehäuse in der nächsten Woche ausgeliefert werden können. Es wird aus China zu Michael nach Kanada geschickt. Dort angekommen kann der erste richtige Prototyp montiert werden. Vermutlich werden gleich mehrere Prototypen montiert. Mindestens einer muss zur Verfügung gestellt werden für die notwendigen CE und FCC Prüfzeichen, die wir auf den Unterseiten aller Elektronischen Geräte finden sollten.
Wer den neuen CNC-Prototypen wohl vorstellen darf? Derzeit hält die Dame in Rot noch keinen echten Pandora in ihren Händen – wenn auch bereits das aktuelle Finale Rendering. Ob sie auch bereit ist, mit dem Prototypen in einem Video aufzutreten? Schließlich könnte es wirklich Zeit für ein neues offizielles Werbevideo werden, obwohl es auch dann noch viel zu tun gibt.
Das Tastenlayout ist intensiv im „Bearbeitungsmodus“ – wurde aber trotzdem schon einmal von ED im Blog vorgestellt.
momentaner Arbeitsstand
Der derzeitige Arbeitstand lässt natürlich ein paar Fragen offen: Braucht man wirklich eine ALTGR-Taste, wenn die Symbole die normalerweise damit erzeugt werden, bereits über FN-Taste erzeugt werden können? Zudem gilt zumindest unter Windows- und DOS-Systemen: STRG+ALT = ALTGR – ist das unter Linux etwa anders?
Wunderbar wurde hingegen das Problem mit den Symbol-Zeichen gelöst: Während die QWERTY-Belegung nicht sonderlich selten ist, sondern einer der meist verbreiteten Tastaturlayouts, so kocht jedoch spätestens bei den Sonderzeichen jede Nation hier ihr eigenes Süppchen.
Daher wurden scheinbar Blockgruppen gebildet. Die Währungszeichen findet man in der einen Ecke, mathematische in einer anderen – währe da nicht Backslash und Slash vertauscht und das Sternchen in der Ziffernzeile verschwunden – denn auch diese sind ja mathematische Zeichen die als Divisor- und Multiplikator-Anweisungen genutzt werden können.
Das Sternchen kann aber auch als Jokerzeichen fungieren und könnte somit den nächsten Block einleiten, den auch das Fragezeichen kann als Jokerzeichen eingesetzt werden, aber auch als Satzzeichen. Das Tastenlayout ist wirklich etwas für Puzzle-Liebhaber und davon gibt es gewiss genug in der Community…
Trotzdem möchte ich mir erlauben noch ein wenig mehr zur Tastatur zu erzählen.
Die Zifferntasten sind neben den beiden Tasten unten links die einzigen Tasten, die mit der Shift-Taste ein anderes Zeichen darstellen. Daher könnte es sinnvoll erscheinen auch hier die mit Shift erzeugten Zeichen wie auch bei den Ziffern-Tasten rechts auf der Taste darzustellen (dies war notwendig, da die Zifferntasten nicht die selbe Höhe haben wie die Buchstaben Tasten). Die beiden Tasten sind mit Punkt und Komma belegt. Ein blauer Punkt jeweils darüber bastelt aus diesen Zeichen Doppelpunkt und Semikolon – derzeit ist die Belegung noch vertauscht dabei kann man hier prima Farbe sparen und die Logik aus den Zifferntasten übernehmen.
Ganz gewiss ist es schwierig sich auf solche Details zu konzentrieren, denn weitere Aufgaben sitzen den Entwicklern natürlich im Nacken. Dennoch ist Zeit für die Arbeit am Tastaturlayout übrig, denn das Spritz-Werkzeug für die Tastatur-Matte ist derzeitig noch 
nicht fertig. Selbst wenn die Tastatur-Matte gefertigt wird, ist noch ein kleiner Spielraum bis die Matten bedruckt werden. Da die meisten es vermutlich von sich selbst kennen, alles auf die letzte Minuten aufzuschieben gibt es daher schon Unkrufe das ein Pandora-Release vielleicht doch erst im Juni/Juli statt finden könnte…
In der zweiten März Woche kommen die letzten fehlenden Teile, die für die Massenproduktion notwendig sind. Bis dahin hat das Fertigungswerk Zeit seine Testläufe für die Fertigung des MK3 Boards zu beenden und der Prototyp sollte auch in verschiedenen Testläufen seine Stabilität unter Beweis gestellt haben. Hier von werden wir gewiss noch viel lesen oder sehen. Also ich bin sehr gespannt, wie sich der Pandora im Crashtest geben wird.
Wenn es mit dem Timing klappen sollte, so könnten bereits erste Pandoras im April 2009 ausgeliefert werden – vor zwei Jahren hatte man sich ebenfalls im April (2007) auf den Namen Pandora geeinigt. Daher wäre dieser Release-Termin vielleicht interessant für die Entwickler. Doch nur halb so interessant, wie ein perfektes Produkt präsentieren zu können…
Leider gibt es noch keine ToDo-Liste die zeigt, was noch Softwaretechnisch zu erledigen ist, damit man mit seinem Pandora auch so richtig durchstarten kann. Auch hier hat ED mehrmals verlauten lassen, das vorerst die Hardware im Vordergrund steht.
DJWillis, scheint der Mann an der Software-Front zu sein und berichtet auf seinem Blog von den Fortschritten. Das Ångström, was der ein oder andere vielleicht schon vom Sharp Zaurus kennen mag, wird für den Pandora optimiert. Ausgegangen wird von Paketen mit ARMv7 Unterstützung, gepatch auf den besonderen Treiber für Cortex A8 und OMAP35xx, damit diese ihre besonderen Features wie NEON, Thumb-Mode2 oder Jazelle Technologien ausspielen können.
NEON das ist eine SIMD-Technik (Single Instruction, Multiple Data / „Ein Befehl viele Daten“) also vergleichbar ist mit SSE oder 3DNow – mit Hilfe der nachgesetzten Pipelines kann die Cortex A8 MPU bereits bei nur 275 MHz ein MPEG-4 VGA-Video bei vollen 30 FPS abspielen.
Da RISC-Prozessoren (zB. ARM) weniger Befehle kennen als CISC-Prozessoren (Motorola 68000), ergeben sich größere Binaries (Programme in ihrer maschinenverständlichen Form und im Assemblercode, Hochsprachen wie C sind davon weniger beeinflußt). Der Thumb-Modus von ARM reduziert die Befehlsbreite von 32 auf 16 Bit, somit ist es möglich die Maschinenbefehle dichter zu packen und wieder kleinere Binaries zu erzeugen. Dies hat den Vorteil, dass bei Nutzung von Speicher mit geringer Busbreite weniger Transfers stattfinden müssen um den Maschienenbefehl zu laden und den Nachteil das unter Umständen 1 Maschinenbefehl durch 2 ersetzt werden muß. Mit Thumb2 wurde eine noch bessere Balance aus Performance und Speicherbedarf für Programmcode erreicht als mit Thumb.
Während Thumb2 nur 30% an Code spart, kann man mit der Jarzelle-Technologie den Speicherbedarf von „Just in Time“-Bytecode sogar auf ein drittel reduzieren (also 66% Ersparnis) – und dies soll sich erheblich auf die Ausführungs-Geschwindkeit mit auswirken.
Neben der ganz speziellen Ångström-Version die vom OpenPandora-Team für die Paketveraltung und somit ständigen aktualisierung eigenen Server bekommt, ist DJWillis bemüht, die Pandora-Unterstützung in der OpenEmbedded-Szene auszubauen. (Siehe: Wikipedia-Repository – http://de.wikipedia.org/wiki/Repository)
Für rasante 3D-Technik hält das OMAP-SOC (System on a Chip) den PowerVR SGX Kern bereit. Im Rahmen seiner Arbeit hat DJWillis hier ein Video veröffentlicht, das einen Vorgeschmack auf das Leistungsvermögen gibt.
Weitere Videos sollten folgen, jetzt wo die Entwicklungskits allen Entwicklern zur Verfügung gestellt wurden
Vom WLAN-Treiber habe ich bis jetzt nur gehört, dass er vom Google-System übernommen werden könnte. Sollte der WLAN-Treiber bei Auslieferung noch nicht voll implementiert sein, so bietet DJWillis eine andere Leckere Lösung: In seinem Blog beschreibt er wie er ein Funkmodem (Modell Huawei E220) an der Pandora eingerichtet hat – somit ist sogar das „überall Internet“ möglich.
Damit es weiterhin etwas gibt, auf das wir uns freuen können, wenn wir unsere Pandora endlich in Händen halten dürfen sind weitere Software-Entwickler damit beschäftigt uns Spiele auf die Pandora zu zaubern.
Doch davon später, denn ich Bastel mir nun meinen persönlichen „Adventskalender“ dank EDs ToDo-Liste fertig und denke mir schon einmal einen schönen Namen für den neuen Feiertag aus.
Liebe Grüße und noch viel Geduld,
wünscht euch der neue Mit-Blogger
Mae
Quelle: openpandora.de , distant-earth.com , ti.com
Verfasst um: 03:27 Uhr



Es gibt da einen Absatz der nicht ganz richtig ist …
ich würde ihn folgendermaßen schreiben:
>Da RISC-Prozessoren (zB. ARM) weniger Befehle kennen als CISC-Prozessoren (Motorola 68000), ergeben sich größere Binaries (Programme in ihrer maschinenverständlichen Form und im Assemblercode, Hochsprachen wie C sind davon weniger beeinflußt). Der Thumb-Modus von ARM reduziert die Befehlsbreite von 32 auf 16 Bit, somit ist es möglich die Maschinenbefehle dichter zu packen und wieder kleinere Binaries zu erzeugen. Dies hat den Vorteil dass bei Nutzung von Speicher mit geringer Busbreite weniger Transfers stattfinden müssen um den Maschienenbefehl zu laden und den Nachteil das unter Umständen 1 Maschinenbefehl durch 2 ersetzt werden muß. Mit Thumb2 wurde eine noch bessere Balance aus Performance und Speicherbedarf für Programmcode erreicht als mit Thumb. <
btw. die richtige Verwendung von „als“ und „wie“ hilft ungemein beim Verstehen geschriebenen Sätze …
viele Grüße
Danke hab das mal geändert…hört sich gleich viel besser an.
Sehr übersichtliche Zusammenfassung des aktuellen Status. Top!